Maikaefer's Weblog


Mushi bybye – im 100-Yen-Shop-Fieber
August 20, 2009, 4:15 am
Filed under: Japan - wir kommen... | Schlagwörter: , , , , , , ,

100_8500Nach dem uns die Preise für Lebensmittel fast aus den Socken gehauen haben gibt es jetzt endlich die Rettung: 100-Yen-Shops sprießen in Tokio aus dem Boden und darunter befindet sich wirklich alles: vom Schrottempel bis hin zur gutsortierten Auswahl, Kitsch und Nützlichem, Plastikartikel jeder Art und Medikamente, Spielzeug und Socken, Hygieneartikel und Food. Das schärfste haben wir gestern im Les Plus-100-Yen-Shop in Jiyugoaka (South Exit, links raus, wenige Schritte entfernt auf der rechten Seite) gefunden, nämlich einen Push-up-Former, der aussieht wie zwei Plastik-Orangenhälften an einem Bügel, natürlich in Pink und Glitzer, und jeden Tag für den optimalen Sitz der bei den Japanerinnen eh nicht vorhandenen wohlgeformten Brüste sorgen soll. Zumindest ist mir in der U-Bahn und in den Straßen noch keine Japaerin mit Körbchngröße A, B und aufwärts begegnet. Es scheint sich hier eher um XXS oder XXA oder XXXA zu drehen…

Da wir keinen Schritt vor die Tür wagen, ohne unser gutes Mückenspray aus Deutschland und dieses sich bald dem Ende neigt, hat Ben im 100-Yen-Shop neues gefunden: „Mushi byebye“. Wir wollen hoffen, das verstehen die hiesigen Mücken, die sich hinterhältig, da nahezu geräuscharm, anpirschen und hier um einiges kleiner und dafür dunkler als in Deutschland sind. Die Stiche haben es aber in sich. Wir sind alle von den kleinen Plagegeistern genervt, Ben hat beide Beine von oben bis unten voller Einstiche und reagiert anscheinend allergisch, so dass seine Beine in verschiedenen Rottönen schillern. Trotz Fliegenfenster vor allen Fenstern können sich immer wieder ein paar Mücken unbemerkt einschleichen, so dass wir uns jetzt mit „Moushi Bye Bye“ gewappnet haben und ihnen den Garaus bereiten… Die 100-Yen-Shops sind bis jetzt unsere absoluten Favoriten, für umgerechnet knapp 75 Cent gibt es hier eine tolle Auswahl. Anstrengend nur, dass das Ladensortiment scheinbar ohne jegliches Konzept im Laden angeordnet ist (Socken neben Sojasauce, Klopapier neben Tee,  andere Artikel wiederum verteilt an mehreren Plätzen im Shop etc.) und wir alles mühsam absuchen müssen, um nichts zu verpassen…

Hier im 100-Yen-Shop hat Sina die rettende Idee gegen Langeweile: ein Tischtennisset. Kaum sind wir zu Hause, räumen wir den Esstisch frei, spannen mittels einem Packband, das wir ebenfalls gekauft haben, um den Papiermüll vorschriftsmäßig in flachen, genschnürrten Paketen an die Straße stellen zu können, eine kleine Absperrung als Mittellinie über den Tisch und los geht unsere erste Ping-Pong-Partie auf japanischem Boden. Es entwickelt sich zu einem Klasse Zeitverteib in der noch fast leeren Wohnung – ein Spaß für nicht einmal 80 Cent…


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