Maikaefer's Weblog


Ersatz-Schnuffel und Flussimpressionen
August 21, 2009, 10:14 am
Filed under: Japan - wir kommen... | Schlagwörter: , , , , ,

schnuffelÜber das Internet haben wir herausgefunden, dass vom Busbahnhof fast direkt vor unserer Haustür ein Free-Shuttle nach Kohoku / Yokohama  fährt zum dortigen IKEA. Als Mittel gegen Langeweile wird also ein Tripp zum gelb-blauen Riesen, der wie überall in der Welt aussieht und funktioniert, gestartet. Erstes Aha-Erlebniss an der Bushaltestelle ist das Warteritual der Japaner. Artig hintereinander angestellt und ja nicht aus der Reihe tanzen. Das müssen wir noch üben, fallen wir doch noch ein wenig mit unserer nicht ganz so ernsten Art und dem eher lässigen Umgang mit ‚akurat in einer Reihe stehen‘ auf. Während der Fahrt betört uns die schwedisch aussehende Blondine in perfektem Japanisch vom Monitor aus und will uns die Vorzüge der IKEA-Welt anpreisen. Beim dritten Abspielen des Videos ist die vorbeiziehende graue Stadtlandschaft doch interessanter. Nach etwas mehr als 20 Minuten sind wir am Ziel.

Als „Ersatz“ für unseren Rasmus, ein 4-jähriger großer Hovawart-Rüde, der aufgrund der Import- und Quarantänebestimmungen erst im Oktober nachkommen kann, darf Ben sich einen süßen Schnuffelhund aussuchen. Jetzt haben wir endlich wieder einen Hund im Haus… Schnuffel liegt auf dem Sofa, auf dem Teppich und sieht dabei wie ein schlaffender kleiner Wauwau aus… alle wollen ihn knuddeln und wünschen sich dabei, das Rasmus bald bei uns sein kann…

Das Restaurant mit den typischen schwedischen Leckereien ist voll. Bereits um 11:38 Uhr, so verrät uns der Kassenbon, tumelt sich mit uns eine lange Schlange Japaner, die ihre Wägelein haushoch mit vielen Tellern getürmt haben, dass die ganze Verwandschaft davon satt werden könnte. Mit dem IKEA-Prinzipg müssen die sich aber noch besser vertraut machen. Wir bemerken amüsiert die Fehlversuche einiger, sich mit den aufgestellten Apserrbändern, den Richtungspfeilen und den bereitstehenden Tabletts im Restaurant zu orientieren.

Wir begnügen uns mit ein paar Kötbullar und schlendern weiter. Es ist jetzt deutlich leerer in den Gängen. Unsere Einkaufsliste (4 Klobürsten zu 99 Yen, Bügel, ein Sieb und Teelichter) ist schnell abgearbeitet und so spazieren wir zur Kasse. Hier gibt es überhaupt keinen Stau und wir erinnern uns an unsere letzten Einkäufe in HH / Stellingen, wo wir bereits beim Eingang in die Lagerhalle ins „Stauende“ vor der Kasse gerieten und ganze zwei Stunden für die letzten Meter benötigten… Zurück mit dem Shuttle-Bus (lange und große Verpackungen können im Bus gelagert werden) nach Denenchofu. Es ist nicht einmal halb so voll wie auf dem Hinweg, sicherlich sitzen die meisten unserer japanischen Mitreisenden vom Vormittag noch immer vor ihren Tellern…

tamagawa-1Am Nachmittag gehen wir am Fluss spazieren. Auch wenn dieser sich stellenweise ganz nett, nämlich mit grünem Ufer, sanft dahinschlängelnd und gesäumt von Joggern und Fahrradfahrern, Anglern und Sonnenhungrigen gibt, dröhnt der Verkehr über unseren Ohren auf einer der vielen Brücken, rattern die Bahnen im Minutentakt und lassen uns nicht vergessen, dass wir uns in einer Millionenmetropole befinden.tamagawa-2tamagawa-3


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