Maikaefer's Weblog


Flussromantik und Hundevergnügen

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Sein neuer Freund, Robbin, ein kleiner weißer Havaneser, quiekte diesmal vor Freude beim Anblick des großen Hovawartes vor seiner Haustür. Ab zum Fluß und eine Runde spielen! Für die Hunde sind die Wiesen und kleinen Wege entlang des Tamagawa eine willkommene Abwechslung zum Laternenpinkeln und auf-dem-Beton-Geschäfte-machen. Unser Rasmus hat sich bis jetzt noch nicht mit dem vielen Asphalt unter den Füßen beim täglichen Gassi gehen anfreunden können. Es gibt nur einen kleinen Grünstreifen an der Bahn und natürlich Parks, aber nicht in alle können die Hunde hinein (zumindest offiziell, die regelbewussten Japaner findet man abends fast immer mit ihren Hunden im Park, auch wenn dicke Schilder dieses eigentlich verbieten). Sehnsüchtig schaute Rasmus neulich auf dem hügeligen Weg zum Fluss, das bedeutet immer erst einen knapp 10-minütigen Marsch bis ins rettende Grün des Tamagawa-dai (Park am Tamagawa), hinab in die unten liegenden Gärten und auf die Büsche und Pflanzen dort. Die Wege und Straßen sind hier dermaßen hügelig, fast bergig, dass wir als Norddeutsche-Tiefebene-Menschen ganz schön ins Schwitzen geraten. Und folglich gibt es überall Up’s und Down’s die es gehörig in sich haben.

Nach der Durchquerung des auf einem Hügel gelegenen Parks [hier gibt es tatsächlich ganz nette Wege, die auch offiziell mit dem Hund begehbar sind – und abends im Dunkeln (es wird bereits nach fünf Uhr dunkel!) leuchten die Lichter von Kawasaki vom anderen Flussufer her durch die Bäume, das sieht ganz nett aus] gelangt man nach Überquerung einer vielbefahrenen Straße an das Flussufer. Einem breiten Streifen mit Baseballfeldern, Bäumen, Grasflächen, Tennisplatz etc. Früh Morgens ist es hier besonders angenehm: noch keine Baseballschreier auf dem Feld oder La Crosse-Spieler, die ständig ihren Ball verlieren und im Gebüsch suchen müssen und die Luft ist angenehm frisch, zwar bei über 20° nicht kalt aber eine feine Briese wirkt ganz aufmunternd.

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Trotz der mitunter trostlosen Ansicht auf Müllberge, Obdachlosensiedlungen aus blauen Planen und ziemlich hässlichen Stadtansichten (zumindest tagsüber), Blick auf Müllverbrennungsanlagen, Bahnbrücken mit ratternden Zügen, Autobahn- und Straßenbrücken und der (besonders am Wochenende) Massen von Menschen ist der Fluss mit seinem Flussufer, den vielen Wegen zum Radfahren und Spazierengehen, Spielplätzen, Sportplätze etc. eine gute Sache. Schnell erreichbar kann man hier auf vielen Kilometern entlang des Flusses gehen, joggen, radeln und Hunde spazieren führen. Dennoch, Flussromantik sieht anders aus und das Wort „schön“ ist hier eindeutig fehl am Platze zur Beschreibung des Areals.
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Der Rückweg zum Haus ist dann jedes Mal eine einzige Qual. 8 Minuten kräftige Steigungen und Senken überwinden, bei einem Ausflug mit dem Fahrrad heisst das schieben, schieben, schieben. Nur die ganz Hartgesottenen kommen hier mit dem Rad die Berge hoch und die Japaner fahren mit ihren motorisierten Rädern lässig an uns vorbei…


1 Kommentar so far
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Ganz vergessen zu erwähnen habe ich die drei Alleen mmit Ginko-Bäumen rund um den Bahnhof – tolle Bäume, die man anpinkeln kann… eine wahre Hundefreude…

Kommentar von maikaefer




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