Maikaefer's Weblog


Gyoza braten
November 29, 2009, 12:32 am
Filed under: Japan - wir kommen...

Am Mittwoch, den 17.11. trafen sich wir uns in Nakayama bei Noriko Fukuyama zum Gyoa-Braten. Wir – vier Frauen von „Am Brunnen“ – fuhren mit einem Privatauto vom Bahnhof Nakyama zu Noriko-san’s Haus. In ihrer Küche  warteten schon ein Pilzallerlei in der Pfanne – herrlich duftend – auf uns.

Die Zutaten für die Gyoza sind folgende:
1/8 Chinakohl, sehr fein geschnitten
400g Schweinehack
1 Stange Lauch
1 Bund Nira (im deutschen als „Knolauch“ bekannt)
Austernsoße
Sesamöl
Salz
4 Pkg. Teigoblaten speziell für Gyoza (zu je 25 Stück à Pkg.)

Zuerst wurden die Zutaten (Chinakohl, Nira und Lauch) auf japanische Art und Weise sehr fein geschnitten. Bewundernswert, muss ich an dieser Stelle anmerken, wie in der japanischen Küche alle Zutaten zu feinsten Streifen geschnitten werden. So wurd uns deutlich, dass wir in Deutschland eher große Stücke schneiden und auch den Lauch eher in Ringe zerschneiden, als die (für uns aufwendigere Art) der allerfeinsten Streifen zu wählen. Vor der Schneidekunst der japanischen Küche ziehe ich den Hut!

Noriko-san erzählte, dass alternativ zum Chinakohl auch Weisskohl, ebenfalls sehr fein geschnitten, in den Gyoza verwendet werden kann. Die Chinakohl-Variante würde aber milder schmecken und in ihrer Familie bevorzugt gegessen werden. Nach der Schneideprozedur wurden die Zutaten in einer Schüssel zusammen mit dem Hackfleisch gründlich vermengt. Am Besten von Hand. Anschließend nahm jede von uns eine Gyoza-Teigoblate, etwas von der rohen Hackmischung mit einem kleinen Messer abgestochen und befeuchtete den Teigrohling am Rande mit einem in kaltem Wasser getauchten Finger. Auf kunstvolle Weise sollen dabei die Ränder übereinandergeschlagen werden und dabei einseitig gefaltet, so dass eine Art „Teigtasche“ entsteht. Knapp Hundert Stück Gyoza fertigten wir auf diese Weise.

In eine kalte und mit Öl gefüllte Pfanne legte Noriko-san die Gyoza-Stücke dicht an dicht und erhitzte die Pfanne anschließend. Sobald das Fett brutztelte und zischte sollte ein Becher Wasser hinzugefügt werden. Mit dem Deckel wird die Pfanne verschlossen und die Gyoza brieten bei mittlerer Hitze goldbraun (ca. 10-15 Minuten). Serviert wurde dazu Reis mit den Pilzen, ein Salat aus geriebenem Rettich und getrocknetem und gehobelten Bonito. Als Dip gab es ein Shoyu-Essig-Limone-Gemisch, dass mit einer mild-säuerlichem Geschmack sehr gut zu den Gyoza-Stückchen harmoniert. Wer mag kann auch eine scharfe Chilisoße nehmen. Die Gyoza-Stücke füllte Noriko-san mit Schwung von der Pfanne auf einen Teller um (in einem Stück, da sie in der Pfanne zu einem großen Ganzen zusammenbrieten). Jeder ‚zupfte‘ sich mit seinen Stäbchen ein Gyoza heraus, tunkt es in den Dip. Es schmeckte herrlich, wir hatten sehr viel Spaß und haben viel gelacht. So viel, dass ich leider vergessen habe rechtzeitig ein Foto zu erstellen. Deswegen hier nur eines von den Resten unseres Menues.

Vielen Dank lieb „Am Brunnen“-Frauen für euer Engagement mit uns. Es war ein paar sehr nette Stunden.


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