Maikaefer's Weblog


Love Tokyo — strahlende Aussichten
April 9, 2011, 4:44 pm
Filed under: Nach dem großen Beben

Bericht über die Geschehnisse seit dem 11.03.2011
Unvergesslicher Ausflug zum Bonsai-Village, Ōmiya / Saitama

Seit dem Vormittag sind wir (eine Gruppe von insgesamt neun Deutschen) unterwegs in Saitama. Unser Ziel: Bonsai-Village. An diesem friedlich, sonnigen Tag haben wir viele schöne Bonsaipflanzen in insgesamt fünf Gaertnereien — alle noerdlich des Bahnhofes Ōmiya Koen gelegen — gesehen. Hier ist es wesentlich grüner als im restlichen Metropolgebiet Tokyo‘s (die Präfektur Saitama gehört mit Tokyo, Chiba und Kanagawa zur Metropolregion Tokyo). Zufällig treffen wir in der zweiten Gärtnerei einen netten Amerikaner, der seit zwei Jahren hier lernt und die freie Zeit nutzt, da seine Frau beruflich in Tokyo tätig ist. Er beschäftigt sich als Hobby mit den Bonsai-Pflanzen und zeigt sich sehr gesprächig. Für uns ein unerwarteter Glücksfall, kann er uns doch vieles über die Pflanzen, die Pflege, die Tricks der Gärtner u.a Interessantes erzählen.

Nach einem Zwischenstopp in einem unerwartet modernen Café mit extrem freundlichen Gästen (die unserer großen Gruppe einen Tisch räumen und sich in die Ecke zurück-ziehen) und auf dem Rückweg zur Bahn beschließen wir, einen kleinen Spaziergang zum nahegelegenen Park und Tempel einzulegen. Wir dürfen bei einer Gruppe Bogen-schützen zuschauen und bestaunen die sichtbar ältere Dame (4. von links) bei ihrer eher einer Mediation ähnlich wirkenden Übung.

14:46 Uhr (jap. Ortszeit): die Erde wackelt für 3 Minuten

Wir besuchen den Hikawa Shrine (冰川 Hikawa Jinja) im Ōmiya Park (大 宫 公园) und steuern anschließend den nahegelegenen Bahnhof Kita Ōmiya an. Während wir eine enge Wohnstraße entlanggehen, ziehen Wolken auf und Nieselregen setzt ein. Ist ja nicht weiter schlimm, sind wir doch in wenigen Minuten eh am Bahnhof. Plötzlich setzt ein Sturm ein, so denken wir zuerst. Die Gartentore klappern laut in ihren Aufhängungen, die Bäume zittern und die Strommasten schwanken. In Kürze wird uns klar: ein Erdbeben! Da wir mitten auf der Straße, also ungeschützt vor eventuell herabfallenden Teilen und möglicherweise umfallenden Strommasten stehen, suchen wir Schutz an einem Gartenzaun. Der einzige Flecken weit und breit, der etwas mehr Abstand zu den nahestehenden Häusern bietet. Die Erde wackelt mittlerweile so stark (…) [>> read more]


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