Maikaefer's Weblog


Ausflug ans Meer – Sagami- und Tokyo-Bay

Kamoi – Blick auf die Tokyo Bay mit strahlend blauem Wasser





Winzige Strandabschnitte, die gerade mal groß genug für ein Bad des Hundes bei 6˚C Lufttemperatur und strahlend blauem Himmel sind, und jede Menge schroffe Felsen aus grau-schwarzem Vulkangestein – das bietet Kamoi in Yokosuka. Zudem die Möglichkeit an einer kleinen Promenade entlang der Küste oder abwechselnd über die steilen Stufen hinauf auf einem Berg kleine Pfade mitten durch die Wildnis Spazieren zu gehen. Und das alles in akzeptabler Entfernung von Tokyo (ca. 75 Min.), somit ist Kamoi ideal geeignet für einen kurzen Wochenendtrip ans Meer bei dringendem Bedürfnis nach Stadtflucht.

Kannonzaki Lighthouse steht am südöstlichen Zipfel der Küste von Yokosuka an der Tokyo Bay. Ein kurzer, aber steiler Pfad führt vom Küstenweg hoch hinauf zum weissen Leuchtturm und fast scheint es so, als ob man durch den Urwald geht, sobald man die merkwürdig gebauten Stufen betritt und die felsige graue Küste unter sich zurück lässt.

日本
〒239-0813 神奈川県横須賀市鴨居4丁目1195
Japan
1195 4-chome, Yokosuka, Kanagawa Präfektur Kamoi 〒 239-0813
Tel.: +81 46-843-8316

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Wadanahama – der II. Versuch

Wadanahama, zweiter Besuch: Heute lockt das Meer mit strahlend blauem Wasser, das mit den weissen Schaumkronen und der kräftigen Farbe deutlich schöner aussieht, als beim 1. Besuch


Keine zwei Wochen nach dem „Wintereinbruch“ in Tokyo (in Form von 2 Tagen leichten Schnee’s) führt uns der Ausflug erneut nach Wadanahama, dem Strandabschnitt an der Miura Peninsula (südlich von Kamakura Bay). Wieder kostenfreies Parken, kaum etwas los und Sonnenschein (23˚C) locken uns hierher, nur eine Fahrtstunde süd-westlich von Tokyo entfernt. Die Windboen, die kaum das Atmen seewärts gewand möglich machen, haben nur wenige mutige Surfer auf das Wasser gelockt. Mit einem Sonnenbrand, durchgewehtem, klarem Kopf und die frische Meeresbrise genießend kehren wir zum Auto zurück. Der starke Wind hat auf diesem eine dicke Staubschicht vermischt mit salziger Meeresgischt hinterlassen. Das baldige Autowaschen ist somit vorprogrammiert.



Das musste einfach sein: Ein kleiner Umweg zu unserem Lieblingsplatz an der Tokyo Bay, Kannonzaki. Leider war der Parkplatz unter unserer "Privatpalme" (unser Stammparkplatz) schon vergeben, Schweinerei...


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Ausflug nach Jogashima

Die kleine Insel südlich von der Halbinsel Miura / Miura-shi / Miura-Port liegt etwas über 70 Autofahrminuten südwestlich von Tokyo entfernt. Hier gibt es Komorane, im Frühjahr viele Narzissen und einen ordentlichen Spazierweg auf der südlichen Seite der Insel sowie Treppen, die hinunter zur steinigen Bucht führen. Für einen Spaziergang und kleine Klettereien an Felsen prima geeignet. An einem Sonntag Mitte Januar fuhren wir hierher, um ein wenig raus in die Natur zu kommen. Der Parkplatz war weitesgehend leer und kostenfrei [direkt an der Brücke links im Halbkreis fahrend gelangt man zu diesem Parkplatz, an dem sicher in den Sommermonaten eine Parkgebühr fällig wird]. Durch einen kleinen Tunnel hindurch gelangt man über einen Fußgängerweg in wenigen Minuten zu dem Rundweg entlang der Südseite der Insel.




Bambuspflanzen versperren zwar über weite Teile die Sicht auf die Bucht, es lässt sich aber auf dem für japanische Verhältnisse mehr als komfortablen Weg sehr gut Spazieren gehen. In der Rechtskurve weichen wir vom Hauptweg ab und nehmen den sandigen Pfad, der direkt an die Klippen führt. Schon von weitem ist der kleine weiße Leuchtturm zu sehen, auf den wir entlang der Bucht zulaufen.


Nach dem Leuchtturm geht es treppab in die touristisch geprägte Hauptstraße von Jogashima mit den typischen Restaurants, Nippesläden mit Muschelketten etc., Reisgebäck aller Art und verschiedene Varianten von Trockenfisch, auf Gittern dargeboten bereits zum Preis ab 50 ¥.

Nach 2,5 h führte uns die Straße wieder im Bogen zurück zum Parkplatz. Bei ca. 7˚C und strahlendem Sonnenschein und wenig Ansturm haben wir die kleine Insel lieben gelernt und werden sicher bald wieder hierher kommen.

Telefonnummern für‘s Navigationsgerät:
Blue Marina
Tel.: 046-881-7243

Jogashima Keikyu Hotel
693 Jogashima Misaki-cho, Miura-shi
238-0237 Kanagawa
Tel.: 046-881-5151

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Wadanahama – Miura-Peninsula

Diese Badebucht haben wit über Google-Maps geortet. Nachdem wir schon einige Ziele in der Sagami- und Tokyo-Bay Ziele angesteuert haben, probieren wir heute (Ende Oktober) einmal Wadana-Beach aus. Von Tokyo aus über die Yokohama-Yokosuka-Road und dann, in Richtung Südwesten über die Miura-Jokan-Road [Achtung: an der Mautstelle kein ETC moeglich, deshalb Bargeld bereithalten] fahren wir ein kurzes Stück die 134 nach Süden und biegen beim Meermaid-Hotel in eine kleine Straße rechts ab. Nach 1h 11 Minuten erreichen wir unser Ziel. Es gibt in Wadana-Beach 2 große kostenfeie Parkplätze unmittelbar am Strand (was als solches schon einer Sensation gleich kommt…), die in der Zeit von 6:30 bis 19:00 Uhr benutzt werden können. Die Bucht gewinnt nicht unbedingt einen Schönheitspreis (wie eingentlich kaum eine in unmittelbarer Nähe zum Moloch Tokyo), aber es ist, trotz der vielen Autos und des Kajakfischerwettbewerbes, erstaunlich ruhig hier.

Der grau-schwarze und sehr grobkörnige Sand ist sauber, der Flachwasserbereich am Strand z.T. sehr schmal und von größeren Steinen durchzogen. Entlang der Bucht kann man ein wenig spazieren und klettern gehen, grüne, grasbewachsene Klippen laden zum Picknick ein. Hier kann der Hund endlich mal wieder unbeschwert herumtollen – Buddeln im Takt mit Junior inklusive.

Für das Navigationsgerät auch noch die Telefonnummer:
046-888-2100
Hassemachi Wada
Wadanahama
(Misakiguchi an der 134)












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Kamakura-Bucht und Enoshima
Am 08. Mai ging es wieder einmal an’s Meer: in die Kamakura-Bucht. Nach einer kleinen Irrfahrt durch die engen Gassen (2x sind wir an unserem Wunschparkplatz direkt am Meer vorbeigefahren, konnten aber aufgrund der Straßenregelung nicht dorthingelangen…) endlich zum Meer. Diesmal stank es sehr aufdringlich nach Algen und viel Gestrüpp lag am Strand. Den Hund störte dies wahrlich nicht, er liebt das Wasser und war seelig wieder baden zu können.


Trotz relativ flauen Windes ist die Bucht voll von Surfern.

Anschließend fuhren wir die Küstenstraße 134 entlang nach Enoshima – einer kleinen Insel südlich der Kamakura-Bucht, auf der 1964 die Olympischen Segelwettbewerbe ausgetragen wurden. Oben auf dem Inselberg gibt es einen schönen Schrein zu bewundern und drei Rolltreppen führen hinauf zu einem Blumen- und Palmengarten. Entlang des Weges warteten Straßenverkäufer mit stinkenden Muscheln, Fischleckereien aller Art und getrockneten Kalamarisscheiben auf die Kundschaft.






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Am Osterwochenende war die südliche Sagami-Bay (Sagami-nada Seaside) unser Ziel. Da wir eh um 4:00 Uhr aufstehen mussten, um unsere Gastschülerin zum Bus zu begleiten, sind wir anschließend früh am Morgen (gegen 5:20 Uhr) zum Wochenendausflug gestartet. Auf dem Hinweg gab es keine nennenswerten Verkehrsaufkommen, dafür stellenweise stockenden Verkehr bis Stillstand auf dem Rückweg – es wurde nach Mittag deutlich voller, die Japaner scheinen eher später zum Strand zu fahren. Mit dabei wieder unser kleiner Picknickkoffer, gefüllt mit Leckereien zum Osterbrunch. Erster Stopp an dem Küstenvorsprung südlich von Manazuru. Wir parken wieder unter einer „Privatpalme“ und sind weit und breit die einzigen, die sich an den schönen Kirschbäumen – endlich auch einmal in schöner Umgebung und nicht von Hochhäusern umsäumt – erfreuen. Ein uriger Wald mit Wanderweg, Steilklippe, Felsen im Wassser, starker Brandung und Warnschildern, dass bei einem Tsunami das Wasser bis zu 6m hoch steigen kann und dann besser ein höher gelegener Ort aufgesucht werden soll. Zwischen den Steinen am Wasser liegen viele tote Kugelfische und Junior bekommt die Order, besser nichts anzufassen.







Osterfrühstück unter Palmen.

Anschließend geht es weiter in Richtung Shimoda – die Küse entlang nach Süden. Shirahama-Beach mit dem breiten Sandstrand gefällt uns spontan und ein Parkplatz direkt am Strand macht die Entscheidung, hier anzuhalten, nicht schwer. Die üppigen Parkgebühren von 1,000 Yen nehmen wir zähneknirschend in Kauf. Frisch aufgestellte Holzschirme mit Bänkchen am Strand bieten die ideale Picknickgelegenheit. Zuerst tümmeln sich nur einige Surfer im Meer, gegen Mittag wird es dann langsam etwas voller. Der Hund kann ausgiebig am Wasser rennen, im Sand buddeln und es sich so richtig gut gehen lassen. Auch Junior schlüpft aus seiner Hose und wird wie magisch vom Wasser angezogen. Das Meer ist hier schön blau und die Wellen brechen tosend an’s Ufer.


Am Strand entdecken wir das Skelett einer Schildkröte und auch hier tote, angespülte Kugelfische.

Am nördlichen Ende des breiten und netten Strandabschnittes steht ein kleiner Tori direkt auf einer Felszunge im Meer. Etwas weiter oben kommt eine Wandergruppe mit Helmen, die anscheinend eine Höhle erforscht haben, von den Felsen heruntergeklettert.

Ein hübsch anzusehender Tempel (oder auch Schrein, wir können es immer noch nicht unterscheiden) direkt neben dem Strand ist ein Besuch wert. Künstlerische Holzverzierungen am Gebälk des Gebäudes sind ebenso sehenswert wie die Bäume und die schönen roten Tori. Ein Steintreppenweg hinauf zu Nebengebäuden in vielversprechender Landschaft ist mit einem Schild versehen, hier gehen wir lieber nicht entlang – sieht irgendwie nicht erlaubt aus (die Kanji’s können wir nicht annähernd entziffern).





Schön wäre es bis zum Abend zu bleiben, aber die weite Rückreise nach Tokyo (3,5 h) sollte noch angetreten werden, bevor die Blechlawine zurück in die Stadt rollt.

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Tokyo Bay
Nur eine Stunde südlich von Tokyo fanden wir diese nette Gegend mit kleiner Bucht und Sandstrand, fernsehreifen Palmen, Panoramablick auf die Tokyo Bay mit den vielen Schiffen, großen Pötten und Fischerbooten, Picknikmöglichkeiten und vielfältigen Spaziergehmöglichkeiten. Hier ist unsere neue Lieblingsecke!






Kannonzaki Natural History Museum, Yokosuka
Hier kann man gut parken und von hier aus zu einem Bummel entlang der Wasserkante starten.

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Kamakura Bucht / Sagami Bay
Ein netter Tagesausflug mit dem neuen Auto führt uns an die Kamakura-Bucht bei Hase, an der Sagami Bay gelegen. Erster Stopp: ein Parkplatz an der 134, den wir vorher im Internet ausgespäht haben. Da unser Navigations-Gerät im Auto NUR japanisch mit uns spricht und viele Kanjis anzeigt, die uns absolut nichts sagen, greifen wir auf eine hier in Japan weit verbreitete Methode zurück: es wird die Telefonnummer des Zielpunktes eingegeben (das ist dann auch verhältnissmäßig einfach und wir können es bewerkstelligen). So haben wir am Abend zuvor bei Google die Telefonnummer eines in der Nähe des Wunschparkplatzes liegendes Hotels herausgefunden und sind so prima ans Ziel gekommen. Allerdings müssen wir uns noch an die z.T. sehr engen japanischen Straßen gewöhnen… Am Strand finden wir unzählige schöne Muscheln, Schneckengehäuse und chinesisch aussehende Tonscherben. Ein älterer Japaner kommt heran und spricht uns auf Englisch an. Dies seien Scherben von über 800 Jahre alten chinesischen Gefässen, die vor der Bucht gesunkene Handelsschiffe an Bord hatten.

Algen werden an jedem Strandabschnitt, an solchen Gestellen mit Wäscheklammern befestigt, getrocknet.

Kindergartenausflug am Strand.

Ein Auto fährt Recylcing-Papier – schön ordentlich gepackt und geschnürrt – eben typisch japanisch.


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