Maikaefer's Weblog


Ginza

Ginza lockt im Dunkeln mit Glitzer, Leuchtreklame, teuren Autos und jeder Menge Schaufensterhighlights









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Fabulous Ginza, once more…




6 Wochen vor Weihnachten: Cartier ist bereits in eine riesige rote Schleife eingepackt, all die Ladies kommen strahlend mit Minimum 3 Taschen und dem zahlendem Mann im Schlepptau aus Cartier, Bulgari, Tiffany und wie sie alle heissen… die Schaufenster sind bunt dekoriert, Ginza ist brechend voll.




Meine neuen Lieblingsschuhe…








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COICORIN – the „love knot“ cat


Seit 1963 wacht die kleine Katzenstatue über die Ginza. Erschaffen von Nagare Masayuki aus solidem norwegischen Granit und erdacht als Wahrzeichen des San-ai Dream Center, stehen jetzt die männliche (rechts) und die weibliche Variante (links) versteckt in einem Hauseingang neben einem kleinen Blumenladen. Wie so oft hier in Japan bringt auch COICORIN mal wieder Glück, wäre ja auch nicht anders zu erwarten gewesen. COICORIN ist (wie auch der Hachikō-Hund in Shubuya) ein beliebter Treffpunkt. Oder man kann COICORIN seine leidenschaftlichen Wünsche anvertrauen. Dabei muss man streng die Regeln beachten, die auch gleich auf der Tafel neben dem COICORIN aufgeschrieben sind:

Frauen haben den männlichen COICORIN zu hätscheln und umgekehrt Männder den weiblichen COICORIN. Und nicht vergessen: IMMER 2x tätscheln!
Am Kopf: für wundervolle Liebe, auf dass die Träume wahr werden (natürlich muss man seinen Wunsch auch ganz intensiv wünschen mit Herz und Verstand)
Dann gibt es noch Gesicht, Rücken, Bauch und Hüften — alles für ganz bestimmte Zwecke.

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Einkaufsbummel am Sonntag-Nachmittag
Die abgesperrten Straßen füllen sich mit Leuten, die (genau wie wir) an einem sonnigen Sonntagnachmittag nach Ginza zum Einkaufsbummel fahren. Erst zum Itoya, dem Papier- und Kunstbedarf-Fachgeschäft, dass auf 8 Etagen alle Produkte von Rang und Namen vorrätig hat. Auch die deutsche Edelpapiermarke Gmund wird hier angeboten. Anschließend geht es zum Apple-Shop, in dem sich die Kaufinteressierten dicht an dicht drängeln. Mit dem trendig aussehenden gläsernen Fahrstuhl geht es in den 2. Stock. Noch bevor sich der Fahrstuhl in Bewegung setzt, zähle ich im Erdgeschoss (1F) 30 Apple-Mitarbeiter, die sich mit ihren blauen Firmenshirts gut von der Menge abheben. Da es in den anderen Stockwerken (mit Ausnahme des 3F, dort werden in einer Art Kino Dauerwerbesendungen und neueste Apple-Highlights präsentiert) genauso voll ist und annähernd viele Verkäufer herumrennen rechne ich hoch, dass 90 Verkäufer an diesem Sonntag im Laden aktiv sind!

Weiter geht es an Luxusläden aller Art vorbei, ein Abstecher zum Starbucks, der in einer Seitenstraße bei Luis Vuitton zu finden ist. Diese Filiale überzeugt uns mit einer phänomenalen Inneneinrichtung: Tresen und Tische sind aus naturbelassenem Massivholz, kunstvoll bearbeitet. Die Stühle, auch Designerteile, bequem und sehr chick anzusehen. Der Fußboden ist mit dunklen Fliesen im Holzlook ausgelegt. Auch die Regale hinter dem Verkaufstresen passen gut ins Ambiente. Wie überall in der Metropole Tokyo drängeln sich eine Vielzahl an Mitarbeiter hinter dem Tresen und rufen bei jeder Bestellung laut durch den Laden. So bekomme ich meinen Apple Crumble Frappuccino auch mit einem fröhlichen Singsang ausgehändigt (Hai, dozo, apperu kurumbure furappuchino).

Wieder auf der Straße schlendern wir an grünen Sonnenschirmen auf der Fahrbahn und ausgelassenen Menschen, die in der Sonne sitzen und anscheinend ihren Familienausflug inklusive Piknik hier abhalten, vorbei. Aus den Geschäften kommen teuer angezogene Damen, über und über beladen mit Einkaufstaschen, behängt mit dem neuesten Schmuck, den ihre Männer anscheinend gerade bei Bulgari, Tiffany, Cartier etc. gesponsort haben. In den Seitenstraßen, vor der Absperrung, parken viele auf Hochglanz polierte Luxuswagen wie Porsche, Lamborghini, Mercedes, Bugatti, Bentley etc. Es gibt viel zu sehen, Langeweile kommt hier keine auf. In einer kleinen Seitenstraße entdecken wir ein Teddybärmuseum, in dem man ohne Eintritt zu zahlen, die Knuddeltiere bewundern kann. Zum Abschluss des sonntäglichen Schaufensterbummels noch einmal ab zu Abercrombie & Fitch, mit dem Fahrstuhl rauf in den 11. Stock und durchs Treppenhaus und alle Etagen wieder hinunter. Ein Heidenspaß.

Bis auf die Fahrtkosten für die Bahn und einen Frappuccino war das ein günstiger Wochenend-Zeitvertreib – viel Spaß gemacht hat es auch noch.




Die Fassade des berühmten Kaufhauses Matsuya leuchtet im Dunkeln bunt und weithin sichtbar.





Fahrräder am Straßenrand wo sich sonst Luxuswagen und Taxis stauen.








Baumkuchen — in Japan DER Inbegriff für deutsches Backhandwerk schlechthin. Gilt als ganz besondere Spezialität und wird teuer verkauft.




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Abercrombie & Fitch


Lauter Beat, schummriges Licht, coole aber teure und parfümierte Klamotten, klasse Inneneinrichtung, witziges Treppenhaus und natürlich fesche Liftboys und einen knackigen Muskelmann (äh, -jungen) — Einkaufsvergnügen auf 11 Stockwerken. Der Laden war rapelvoll, die Marketingstrategen haben alles richtig gemacht.

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Handtaschen-Highway unter dem berühmten Mitsukoshi-Kaufhaus auf der Ginza



„Frau mit exentrischem Bart trägt heutzutage extrem teure Handtaschen“ soll wohl diese Werbung vermitteln. Aha. Aber schick ist es trotzdem…








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Ginza bei Nacht
Dunkler als in der Zeit vor „Fukushima“ üblich präsentiert sich die Nobeleinkaufsstraße bei Nacht.





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Tsukiji Honganji Noryo Bon Odori Taikai

05. August 2011
Festival mit Taikotrommeln und Folk Dance auf dem Vorplatz des buddhistischen Tempels in Tsukiji (Nähe Fischmarkt)











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Wieder einmal Ginza… Immer wieder gibt es etwas Neues zu entdecken.


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Auf einem Samstag mitten ins Gewühl…

… und es musste unbedingt der H&M-Shop in Ginza sein… übrigens: dieser Laden ist kleiner und enger als die Filiale in Shibuya. Also nächstes Mal lieber dorthin fahren… Es war bis zum Bersten voll im Store. Die Devise: die drängelnden (und damit ziemlich unhöfflichen Japanerinnen) gnadenlos zur Seite schubsen, Ellenbogen ausklappen und durch… vor dem Fitting Room (Umkleidekabine) war eine Riesenschlange, so dass es 1 Stunde dauerte, bis die Tochter aus der Anprobe wieder herauskam…


…Kirschblüten-Schaufensterdekoration einmal etwas anders – auf jeden Fall ein Hingucker!






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