Maikaefer's Weblog


Tokyo-Tower


Da in der Zeit vom 28./29. bis einschließlich 01./02. Januar viele Attraktionen (es standen diverse Aquarien, Museen, Events zur Unterhaltung für Junior auf dem Plan) geschlossen haben führt uns heute der Weg zum Tokyo Tower. Die Sonne strahlt am Nachmittag am postkartenreifen blauen Himmel und um 14:20 steigen wir in die Bahn der Minato Mirai Line ein. In Nakameguro müssen wir heute nicht umsteigen, da wir einen durchfahrenden Zug erwischt haben. In Roppongi wechseln wir die Line und fahren mit de Toei Oedo Line weiter. Nachdem wir auf dem ersten Bahnsteig den Hinweis für den unterirdischen Weg übersehen haben und einen kleinen oberirdischen Umweg gehen, schmunzeln wir über die Wegweiser, die uns auf die Bahngleise der Toei Oedo Line führen sollen. Die erste Ankündigung lautet „Oedo Line in 30 Metern…“, gleich daneben, nur zwei Schritte weiter und etwas seitlich im Raum kündigt ein Schild an „Oedo Line in 176 Metern…“. Aha, denken wir uns, nun denn. Wir nehmen den angezeigten Weg und entdecken noch vor der Rolltreppe ein neues Schild: „Oedo Line in 40 Metern..:“. Und weil das nicht reichte, gab es noch drei weitere Schilder – wieder mit komplett wiedersprüchlichen Aussagen. Den Weg haben wir trotzdem gefunden.

Zwei Stationen weiter steigen wir in Akabanebashi aus. Schon auf dem Bahnsteig sehen wir viele junge Leute mit Kameras vor der Brust und wir gehen einfach hinterher, da wir das Wort Tokyo Tower von ihnen gehört haben und sie sich einen Überblick auf der Karte im Bahnhof verschafft haben. Als wir aus dem U-Bahnschacht heraustreten sehen wir schon den Tokyo Tower vor uns. Wir stehen direkt unterhalb der Inner Circular Route, eine laute Autobahn auf Stelzen, überqueren die 315 und nehmen den rechten Schenkel der großen V-Straße, rechts an der Eneoes Tankstelle vorbei. Hier trifft uns fast der Schlag, da uns das Konterfei von Olli Kahn, riesen groß und schmierig lächelnd, von einem Plakat für Reifenwerbung entgegen sieht. Bis zum Tower ist es nicht weit, aber wie so oft in Tokyo geht es wieder bergauf.

Sonnenuntergang über dem Fuji – herrliche Aussicht bei schönem Wetter von der obersten Aussichtsplattform des Tokyo Towers aus.

Die unteren Etagen des Tokyo Towers (vier nach japanischer Etagenzählung, drei nach europäischer – das kommt daher, dass in Japan das Erdgeschoss als 1. Stockwerk zählt!) sind voll mit Souvenir-Shops, Fressmeilen (auch eine Vertretung der amerikanischen Botschaft mit dem rot-gelben MC ist natürlich da ;o) und Kuriosem, wie einem kleinen Museum für Guiness-Weltrekorde. Die Tickets müssen allerdings draußen vor am Counter gekauft werden (800 Yen für Erwachsene und 600 Yen für Schüler), wie uns die netten Damen der Information erzählen. Die Schlange vor den vier Fahrstühlen zur mittleren Plattform ist eher kurz und schnell sind wir mitten unter einer Menge Menschen, die sich in einen der Fahrstühle quetscht. Oben angekommen bewundern wir die rasch untergehende Sonne über Tokyo. Der Fuji ist nur schemenhaft im Nebeldunst zu erkennen. Allerdings stecken wir in der nächsten Schlange vor dem zweiten Fahrstuhl (zur obersten Plattform, hier sind noch einmal 600 Yen für Erwachsene und 400 Yen für Schüler zu bezahlen) fest und können nicht mehr den rotleuchtenden Sonnenball auf Fotos festhalten. Es ist 15:45 Uhr und wir beschließen, das nächste Mal noch früher loszufahren.

Die Schlange vor dem zweiten Fahrstuhl will sich einfach nicht bewegen. Endlich geht es weiter. Treppe rauf in einem schwarz angemalten Treppenhaus und ab zum Fahrstuhl. Hier gibt es nur noch einen kleineren und wieder müssen wir anstehen. Oben angekommen stellen wir fest, dass die Sonne bereits untergegangen ist. Schade, aber wir werden von einer einmaligen Aussicht auf ganz Tokyo und sogar auf die Umrisse des Fujis entschädigt. Leider sind die Scheiben sehr dreckig und schmierig von den vielen Touristen, die sichheute schon hier her begeben haben. Für ein paar tolle Aufnahmen reicht es glücklicherweise noch. Ein weiteres Problem sind die vielen Spiegelungen auf der Scheibe. Mit etwas Geduld und vorsichtigem Drängeln kommen wir allerdings an gute Fensterplätze. Zu sehen gibt es, neben dem Fuji, die Rainbow-Bridge, die Illuminations am Roppongi Hill (obwoh wir den 29. Dezember haben sind noch immer viele Weihnachtsbeleuchtungen in Tokyo zu sehen), Shibuya-Towers, sogar das große Event-und Sport Stadion „Saitama Super Arena“ (nördlich von Tokyo gelegen) ist zu sehen – und unendlich viele Hochhäuser und Betonlandschaften. Trotz allem sehr beeindruckend.

Wieder unten angekommen geht es doch noch einmal in die Souvenirabteilung. Hier gibt es die begehrten „Tokyo Bananas“ und andere hübsch verpackte und vielversprechend aussehende Keks- und Leckereivarianten, die sich als Mitbringsel prima eignen. Draußen im Freien bewundern wir die Reste der Weihnachtsbeleuchtung und den orange angeleuchteten Tokyo Tower mit der großen weißen 2009 drauf. Den Rückweg wählen wir leicht anders – über die Sakurada Dori, das ist die Straße, die den zweiten Schenkel des großen V’s bildet.
















3 Kommentare so far
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Bei unserem Besuch in Japan 2007 haben wir es nicht auf den Tokyo Tower geschafft. Leider, wie ich jetzt feststellen muss😦 Wir haben uns damals für einen Roppongi Hills Rundblick entschieden.

Kommentar von tonari

Ja, es war in der Tat sehr lohnenswert zum Tokyo Tower zu fahren. Der Sonnenuntergang ist sehr nett, Blick auf den Fuji, Stadtpanorma – was will man mehr…

Kommentar von maikaefer




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